Vereinschronik

1925 – 1928
Am 25.07.1925 wurde der Torgauer Hockeyclub (THC) gegründet. Er war Mitglied des Saalekreises im Männerhockeybund sowie dem Deutschen Hockeybund. Gründer des THC waren die Herren Gansauge, Fritz, Franz, Wehner, Förster, Löther, Melzer, Grahl, Rausch, O. Kissig und Holland (Vorsitzender).
In den Jahren 1927/28 erfolgte durch Herrn Kissig ein Neuaufbau der Jugendmannschaft. Zu dieser gehörten V. Böttcher, H. Engelmann, H. Köhler, G. Giesecke, H. Hermann, E. Maaßen, R. Weidlich, K. Bräutigam, Werner Nelle, Wolfgang Nelle, O. Kuthan, G. Wilke, H. Kümmel, M. Baumann, W. Ambruch, H. Bachmann und H. Bär.
In schwarz-weißer Montur bestritt man die Spiele.
Die Hockeyplatzanlage befand sich bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges am Brückenkopf Torgau.
1929 – 1930
Den Vereinsvorsitz übernahm Herr K. Löther. Nun traf man sich zu allen Vereinsversammlungen und Veranstaltungen im Kaffee Kunstmann in der Bäckerstraße.
Sattlermeister Enigk unterstützte den Club bei der Pflege der Torwartausrüstung. Auch wechselten die Spielfarben in blau-weiß.
Eine Männer- sowie eine Jugendmannschaft ging in den Spielbetrieb.
1930 – 1931
Der Mannschaftskader wurde auf nunmehr drei aufgestockt.
1932 – 1933
Die Mitgliederzahl betrug 201, mit jetzt vier Mannschaften.
1933 – 1948
Vorsitzender war nun F. Wehner.
Neben dem Hockeyspiel traf man sich in den Wintermonaten im Kaffee Kunstmann zum Tischtennisspiel.
Die Herrenmannschaft trug ihre Spiele in der oberen Klasse in Leipzig, Halle, Oebisfelde, Berlin, Rostock, Bautzen und Niesky aus. In dieser Zeit bildete sich die erste Damenmannschaft.
Durch die Kriegsereignisse kam es zur Auflösung der Herrentruppe. Ein Neubeginn war notwendig.
1948 – 1949
Durch den Einsatz der aus dem Krieg zurückgekehrten Spieler wurde eine neue Mannschaft aufgebaut und als Sparte in die nebenfalls gegründete BSG Lokomotive Torgau aufgenommen. Zum Aufgebot der Herrenmannschaft gehörten W. + W. Nelle, J. Zimmermann, G. Krieche, Schmidt, G. Wilke, O. Kuthan, W. Mitdank, K. Goldammer, Schierlitz, H. Bär, M. Baum, H. Kümmel, H.-G. Belger, P. Mittag, W. Krause, H.-W. Lehmann, Ölschläger und G. Angermann.
Die Spartenführung lag in den Händen von H. Bachmann, welcher auch als Schiedsrichter fungierte.
1950 – 1956
Beginn der 50-iger Jahre wurde eine erfolgreiche Nachwuchsmannschaft aufgebaut. Namentlich waren das Dechant, Kümmel, Freimut, Lehmann, Kämmer, Hartmann, Schatzschneider, Bönicke, H. Wenzel, R. Wenzel, Gansauge, Hannig, Schmidt u.v.a.
Leider wurde in diesen Jahren keine kontinuierliche Nachwuchsarbeit weitergeführt, sodaß sich in der Herrenmannschaft große Aufstellungsprobleme ergaben und die Auflösung der Hockeysektion nur noch eine Frage der Zeit war. Ein schnellerer Zerfall konnte nur durch den Einsatz der Jugendspieler Heinrich, Kroner, Poche, Kröckel, Barig u.a. verhindert werden.
1957 – 1959
Der Hockeyverein lag praktisch am Boden. Es ist der Verdienst von Werner Mitdank, der den Neubeginn wagte. Er scharte auf dem Platz der heutigen Festwiese viele Kinder um sich, startete eine Werbeaktion, und brachte diesen Jungen das Hockeyspielen bei. Der Fortbestand des Torgauer Hockeysportes war somit gesichert.
Nach zweijähriger Übungszeit stellten sich die ersten Erfolge ein. Die Schülermannschaft errang den Bezirksmeistertitel Leipzig. Nun stellte auch Torgau eine ernsthafte Konkurrenz, die bis heute angehalten hat, dar.
Durch den Wechsel der Sportanlage (Handballplatz der BSG Post Torgau, d.h. unsere jetzige Anlage) hatte die Sektion einen eigenen Platz. Leider war die Beschaffenheit dieses nur als schlecht bezeichenbar. Mit der Sense bzw. mit einem Handrasenmäher wurde der Rasen bearbeitet. Desweiteren waren keine Sanitäranlagen vorhanden, welche man 1959 durch einen Bau mit Umkleidekabinen errichtete.
1960 – 1990
Durch eine zielstrebige Nachwuchsarbeit der wenigen Übungsleiter um W. Mitdank (K.-J. Zimmermann, B. Loerzer, W. Schwürz) wurden die Leipziger Trainer auf die Torgauer Hockey-Jungen in den 60-iger Jahren auf Grund guter und erfolgreicher sportlicher Leistungen aufmerksam und beriefen viele von ihnen in die Bezirks- bzw. DDR-Auswahlmannschaften.
W. Mitdank war Sektionsleiter, Schiedsrichter und Übungsleiter von mehreren Mannschaften.
Desweiteren wirkte sich die Nachwuchsarbeit positiv auf den Aufbau der Herrenmannschaft aus. Höhepunkt dieser Entwicklung war 1974 der Aufstieg in die Feldhockey-Oberliga, der man heute noch angehört, sowie der Aufstieg 1981 in die höchste Spielklasse der damaligen DDR, der Verbandsliga.
Besondere Verdienste bei der Entwicklung der Sektion in den zurückliegenden Jahren haben sich W. Mitdank, K. Barig, R. Wenzel, B. Loerzer, K.-J. Zimmermann, D. Zimmermann, W. Schwürz, H. Schwürz, J. Müller und S. Sasse erworben.
Aber auch die materielle Situation war durch den Trägerbetrieb, dem Bahnhof Torgau, stetig unserer Sektionsentwicklung dankenswerter Weise angepasst.
1978 schufen die Sportfreunde durch Eigenleistung einen neuen Rasenplatz sowie ein Sozialgebäude mit Kulturraum, welches sie 1982 einweihten.
1991 – 1999
Mit der Wende änderten sich auch die Strukturen im DDR-Hockeysport. Für viele Vereine bedeutete dies das Aus. Andere wiederum versuchten sich den jeweiligen Situationen anzupassen. Mitunter nicht vergleichbarer Verhältnisse zwischen den Ost- und Westmannschaften mußte man umdenken. Andere Spielkultur und das Spielen auf Kunstrasen waren nunmehr angesagt. Mit den Jahren erreichte man in Ostdeutschland ein ausgeglichenes, spielerisch hochwertiges Niveau, welches aber bis heute nicht an das Beste des Westens heranreicht.
Dennoch war man als Torgauer Verein nicht erfolglos. Im Jugendbereich war man eine Macht in Sachsen. Ein Sachsenmeistertitel jagte den anderen. Teilnahmen an Ostdeutschen Meisterschaften sowie Zwischenrunden zu den Deutschen Meisterschaften, Einberufungen in die Auswahlmannschaft Sachsens sowie die Teilnahme an Sichtungslehrgängen zur Deutschen Auswahlmannschaft bestätigten die gebrachten Leistungen im Verein.
In dieser Zeit gab es auch wieder eine weibliche Jugendmannschaft, die sich jedoch beim Übergang in den Erwachsenenbereich wieder auflöste.
Aber auch die Herrentruppe zeigte ihre Stärke. Bereits 1992 stieg diese in die jetzt dritthöchste Spielklasse Deutschlands, der Regionalliga-Ost auf. Leider zeigten sich dort enorme spielerische Defizite, so daß man nur ein Jahr in dieser Liga weilte. In der Sachsen-Oberliga spielt man in jedem Jahr um den Titel und um den Wiederaufstieg.
2000 – 2009
Im Jahre 2000 gelang den Herren im Hallenhockey der ersehnte Sprung in die Regionalliga-Ost. Die erfolgreiche Jugendarbeit der späten 80-er und frühen 90-er Jahre trägt Früchte. Es wurde jedoch versäumt, diese weiter fortzuführen.
Erst seit 2004 wird wieder intensiv am Aufbau der Kinder- und Jugendmannschaften gearbeteit. Hauptverantwortlich zeichnet W. Schwürz mit Unterstützung von I. Ritter, R. Schwürz und F. Szymanski.
Seit 2004 hat der ehemalige Torwart Th. Otto als Schiedsrichter eine Lizenz für die 1. Hockey- Bundesliga der Herren, pfeift aber mittlerweile für die Potsdamer Sport-Union.
Die Herrenmannschaft kann in der Halle die Stellung in der Regionalliga-Ost behaupten, auf dem Feld ist selbige in der Oberliga Sachsen ungefährdet.
2010
Nach 10 Jahren ist die Herrenmannschaft aus der Hallen-Regionalliga-Ost abgestiegen. Die Jugendarbeit seit 2004 konnte noch keine Wirkung im Herrenbereich erzielen, da die Jugendspieler die Herrenmannschaft noch nicht verstärken können.