23. März 2019 - TSV

The same procedure as every year

Torgauer Hockey-Senioren dominieren zum wiederholten Mal den eigenen Hartenfelspokal

Prolog

The same procedure as every year? Bei diesem Satz fällt den meisten Lesern wohl zuerst der Sketch-Klassiker „Dinner for One“ aus dem Jahr 1961 ein. Doch was haben Miss Sophie und ihr Butler James mit dem Hartenfelspokal zu tun oder gar gemeinsam? Auf den ersten Blick wohl nichts. Bei genauerer Betrachtung sind Parallelen gleichwohl deutlich erkennbar. Jedes Jahr im März laden sich die Torgauer (reale) Freunde ein und jedes Jahr wird gefeiert und ihnen ordentlich eingeschenkt. Doch statt Sherry, Champagner und Portwein an Curry-Suppe oder Schellfisch aus der Nordsee, werden den Gästen zahlreiche Gegentore serviert. Die Rollenverteilung wäre mithin geklärt, der Handlungsverlauf ist ohnehin jedem bekannt, der Spaß demgemäß garantiert.

Die Handlung

Neben den Stammgästen aus dem brandenburgischen Lauchhammer und Elsterwerda, den Niedersachsen vom VFL Wolfsburg sowie der sächsischen Vertretung vom LSC Leipzig, nahm erstmals das Team von der Köpenicker Hockey-Union um die ehemaligen Torgauer Hilmar Drabon und Benny Obst an der Torgauer Tafel Platz. Die Gastgeber ergänzten die illustre Runde sodann, wie im Vorjahr, mit gleich zwei Mannschaften.
Beide Gastgeberteams legten sogleich eine souveräne erste Runde auf den heimischen Hallenboden hin und gewannen ihre Auftaktpartien klar (Torgau I – Elsterwerda 5:0 und Torgau II – Lauchhammer 3:0). Noch euphorisiert vom ersten Sieg, ließ Torgau I die Zügel im zweiten Spiel zunächst schleifen und erhielt seinerseits zwei Tore zum zwischenzeitlichen 0:2 Rückstand von den stets ambitionierten Wolfsburgern eingefüllt. Mit höggschder Konzentration und einiger Anstrengung gelangen jedoch die Wende und ein deutlicher 6:2 Sieg. Torgau II ließ gegen Elsterwerda nichts anbrennen und gewann 4:1. Zum vorweggenommen Turnierfinalspiel kam es dann im Aufeinandertreffen der beiden Torgauer Mannschaften. Wie schon im Vorjahr, sollte Sieg oder Niederlage über Platz 1 oder 2 entscheiden. Nachdem im letzten Jahr Torgau I die Nasespitze vorn hatte, wollte es die vereinsinterne Konkurrenz diesmal besser machen und den Pokal seinerseits gewinnen, um nicht noch ein Jahr in die undankbare Rolle des „Vize“ schlüpfen zu müssen. Doch zunächst sah alles nach einem Durchmarsch für die Pokalverteidiger aus. Schnell gingen die Jungsenioren von Torgau I mit flottem Spiel in Führung und beherrschten das Geschehen. Mit fortschreitender Spieldauer kamen die alten Hasen von Torgau II allerdings immer besser in die Partie, erhöhten den Druck und brachten ihre Rivalen bis zum Abpfiff – auch ohne ausgelegtes Tigerfell – gehörig ins Straucheln und an den Rand einer Niederlage. Am Ende aber siegte, wie im letzten Jahr – naja, sie wissen schon …The same procedure as every year – Torgau I denkbar knapp mit einem Tor Vorsprung (3:2) über die tapfer kämpfenden Kameraden von Torgau II. Aber auch in Begegnungen der Gäste untereinander kam keine Langeweile auf. In attraktiven und sehenswerten Spielen wurde unnachgiebig aber stets fair um die Plätze 3 bis 7 gekämpft.
Der Rest ist bekannt und schnell erzählt. Torgau I und II ließen sich in den Folgebegegnungen lediglich von Köpenicker Debütanten je ein Tor einschenken. So gewann Torgau I mit 4:1 gegen Berlin, 4:0 gegen Leipzig sowie 5:0 gegen das Team aus Lauchhammer. Torgau II blieb ebenfalls nichts schuldig und rang die Leipziger und die Vertretung aus der VW-Metropole Wolfsburg mit je 2:0 und die Berliner mit 3:1 nieder.
Hinter Torgau I und Torgau II, welche sich mit einem Augenzwinkern und dem Pokal in die oberen Räumlichkeiten der Sporthalle am Wasserturm zurückzogen, errang, ebenfalls zum dritten Mal in Folge, Leipzig den verbliebenen Platz auf dem Siegertreppchen.

Epilog

Anders als Butler James, verloren die beiden Torgauer Teams also nie Kontenance oder Spielkontrolle und waren am Ende lediglich siegestrunken. Den Gästen scheinen die wiederkehrend klare Rollenverteilung und die vorhersehbare Handlung trotzdem Vergnügen zu bereiten. Allenfalls der Name des Stückes sollte, in Anlehnung an das Original, in „Dinner for Two“ abgewandelt werden. Bleibt folglich zu hoffen, dass es auch 2020 eine Wiederholung des Turnierklassikers gibt und es dann wieder heißt: „The same procedure as every year, Torgau?“.

Abschlusstabelle:

  1. Torgau I
  2. Torgau II
  3. Leipzig
  4. Wolfsburg
  5. Berlin
  6. Elsterwerda
  7. Lauchhammer

Torgau I: hintere Reihe von links: Thomas Belaja, Christian Lahl, Thomas Schöniger, Michael Lahl, Martin Loß
vordere Reihe von links: Enrico Birke, Leander Schwürz, Ronny Schwürz

Torgau II: hintere Reihe von links: Johannes Müller, Lutz Lahl, Reiner Schwürz, Olaf Wendler, Georg Ritter, Thomas Wagner
vordere Reihe von links: Ronny Kostka, Ingo Ritter

Senioren Elsterwerda / Köpenick / Lauchhammer / LSC / Wolfsburg /

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