Offensivspektakel in Torgau: Klassenerhalt vorzeitig geschafft

7. Spieltag Oberliga – Hallensaison 2025/2026

Im ersten Heimspiel des Jahres 2026 wollten die Torgauer Herren ihre Erfolgsserie von drei Siegen in Folge fortsetzen und vorzeitig den Klassenerhalt perfekt machen. Dafür musste der letztjährige Absteiger aus der Regionalliga, der LSC, bezwungen werden. Das Hinspiel zwischen beiden Teams endete in Leipzig nach langer Torgauer Führung mit einem 4:4-Unentschieden.

Das Spiel stand zunächst unter keinem guten Stern: Nach der Absage des in München wohnenden Julius Ritter sowie den Trainingsverletzungen von Yannik Richter und Felix Szymanski am Freitag (auch Ersatztorwart Leander Schwürz verletzte sich unglücklich) stand mit Justin Klisch nur noch ein etatmäßiger Abwehrspieler zur Verfügung. Der durch viele Schlachten auf dem Hockeyfeld erprobte Enrico Birke übernahm kurzerhand die linke Abwehrseite und erfüllte diese Aufgabe über weite Strecken sehr gut.

Der Auftakt verlief dennoch alles andere als optimal: Leipzig ging früh in Führung und machte deutlich, dass man in Torgau etwas holen wollte. Doch nur wenig später gelang Leopold Pinta der Ausgleich. Leipzig ging erneut in Führung – erneut erschreckend frei kam ein Leipziger Spieler zum Abschluss. Kurz vor der Viertelpause glich Mittelfeldantreiber Justus Ritter aus.

Direkt nach Wiederanpfiff eroberte Justus Ritter den Ball, zog Richtung Tor und traf zur Torgauer Führung. Nur Sekunden nach dem Anstoß folgte sein dritter Treffer. Als sich Kevin Schindler stark durchsetzte und auf 5:2 erhöhte, schien der Knoten endgültig geplatzt zu sein – denkste!

Mehrere Unachtsamkeiten luden den LSC zum Tore schießen ein und plötzlich stand es nur noch 5:4. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Justus Ritter nach zuvor vergebenem Siebenmeter noch auf 6:4. Halbzeitpause – Durchatmen, Luft holen und warnen!

Leopold Pintas Treffer kurz nach Wiederbeginn schien zunächst die richtige Antwort zu sein. Doch unerklärlicherweise verkürzten die Leipziger mit einem Doppelschlag auf 7:6. Davon ließ sich der TSV jedoch nicht beirren und zeigte anschließend zehn Minuten, in denen fast alles gelang. Ole Thielemann, Leopold Pinta sowie zweimal Justus Ritter erhöhten bis zum Ende des dritten Viertels auf 11:7.

Auch im letzten Viertel ging es zunächst so weiter: Leopold Pinta und Kevin Schindler verwerteten starke Zuspiele von Justus Ritter zu weiteren Treffern. Der LSC nahm nun den Torwart vom Feld, was Tom Kurandt nutzte, um einen langen Ball zu erlaufen und sein erstes Pflichtspieltor im Herrenbereich zu erzielen. Beim Stand von 14:8 für Torgau waren noch sieben Minuten zu spielen. Die Leipziger nutzten ihre Überzahlsituation zwar noch zu drei Treffern, diese dienten letztlich jedoch nur der Ergebniskosmetik.

»Tormaschine« Justus Ritter, der mit nun 20 Treffern die Torschützenliste anführt, setzte mit seinem sechsten Treffer an diesem Tag den Schlusspunkt zum 15:10-Endstand.

Trainer Ingo Ritter sprach nach dem Spiel von »einer ganz starken Leistung über die gesamte Saison bisher«. Alle könnten stolz darauf sein, bereits vier Spiele vor Saisonende den Klassenerhalt geschafft zu haben – das erklärte Saisonziel als Aufsteiger. Zudem betonte er, dass seine Mannschaft seit über 365 Tagen (der TSV spielt ausschließlich Hallensaison) trotz Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga ungeschlagen ist. Respekt!

Am Sonntag kommt es nun zum Showdown in Machern: Erster gegen Zweiten. Dort wartet mit dem Tresenwalder HC der Top-Favorit der Liga. Trainer Ritter blickte voraus: »Wir fahren garantiert nicht nur nach Tresenwald, um zum Oberligatitel zu gratulieren. Wir wollen unsere Serie fortsetzen. Mal schauen!«

Zum Abschluss noch wichtig: Gute Besserung an alle Verletzten!

Eingesetzte Spieler: Oskar Weber (Tor), Justin Klisch, Kevin Schindler, Leopold Pinta, Ole Thielemann, Arthur Nitz, Phillip Zembol, Enrico Birke, Tom Kurandt, Justus Ritter


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